
Bericht des Vorstandes
Das Jahr 2025 war ein herausforderndes, aber auch ein erfolgreiches Jahr für unsere Volksbank. In einer Zeit, die von globalen Herausforderungen und wirtschaftlichen Unsicherheiten geprägt war, konnte die Volksbank Breisgau-Markgräflerland erneut ihre Stärke, Anpassungsfähigkeit und ihren genossenschaftlichen Geist unter Beweis stellen.
Aus Verantwortung der Lebensbegleiter in eine nachhaltige Zukunft
Gesamtwirtschaftliches Umfeld
Die wirtschaftliche Stimmung in Deutschland hellte sich zu Beginn des Jahres 2025 zwar etwas auf, insbesondere durch die Erwartung steigender staatlicher Ausgaben für Verteidigung, Infrastruktur und Klimaschutz, eine nachhaltige konjunkturelle Erholung blieb jedoch aus. Belastend wirkten weiterhin hohe globale Unsicherheiten, etwa durch die unberechenbare US-Handelspolitik, sowie strukturelle Schwächen im Inland wie Bürokratielasten und ein schwindender internationaler Wettbewerbsfähigkeitsindex. Insgesamt konnte sich die deutsche Wirtschaft noch nicht aus der ausgeprägten Schwächephase der Vorjahre lösen, auch wenn eine gewisse Stabilisierung sichtbar wurde. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt wuchs lediglich leicht um 0,2 Prozent, während die Inflation mit 2,2 Prozent auf Vorjahresniveau blieb.
Die Finanzmärkte waren im Jahr 2025 weiterhin von hoher politischer Unsicherheit geprägt. Insbesondere die US-Regierung sorgte mit umfassenden Zollandrohungen und -maßnahmen für erhebliche Verunsicherung im internationalen Handel. Zusätzlich belasteten geopolitische Konflikte wie der Ukrainekrieg und die Eskalationen im Nahen Osten die Märkte und führten zu erhöhter Volatilität. Gleichzeitig wirkten jedoch auch unterstützende Faktoren: Die neue Bundesregierung und ihre expansiven Fiskalpläne wurden positiv aufgenommen, ebenso wie weitere Zinssenkungen der Notenbanken und anhaltende Hoffnungen auf Produktivitätsgewinne durch Künstliche Intelligenz. In diesem Umfeld entwickelten sich die Aktienmärkte erneut sehr positiv und erreichten vielfach neue Höchststände; der DAX stieg im Jahresverlauf deutlich von 19.909 auf 24.490 Punkte.
Am Arbeitsmarkt zeigte sich ein differenziertes Bild: Während im öffentlichen Dienst sowie im Gesundheits- und Sozialwesen zusätzliche Beschäftigung aufgebaut wurde, kam es in der Industrie, im Baugewerbe und bei Unternehmensdienstleistern zu spürbaren Rückgängen. Die insgesamt schwache wirtschaftliche Lage spiegelte sich in einem Anstieg der Arbeitslosenquote von 6,0 Prozent auf 6,3 Prozent wider.
Besonders deutlich zeigte sich die anhaltende Schwäche im Baugewerbe, dessen preisbereinigte Bruttowertschöpfung bereits im fünften Jahr in Folge rückläufig war und 2025 um 2,9 Prozent sank. Damit lag sie deutlich unter dem Niveau zu Beginn der 2020er Jahre. Vor allem im Wohnungsbau führten hohe Baukosten und Unsicherheiten zu einem weiteren Rückgang der Umsätze, während der Wirtschafts- und öffentliche Bau durch laufende Infrastrukturprojekte teilweise stabilisiert wurde und sogar Zuwächse verzeichnen konnte.
Entwicklung der Volksbank Breisgau-Markgräflerland
Trotz des anspruchsvollen gesamtwirtschaftlichen Umfelds hat die Volksbank Breisgau- Markgräflerland ihren soliden Wachstumskurs fortgesetzt. In vielen Bereichen wurden sehr gute Zuwächse erreicht. Gerade in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten spüren wir das starke Vertrauen unserer Mitglieder und Kunden in das genossenschaftliche Geschäftsmodell. „Wir wirtschaften stabil und nachhaltig in diesen unsicheren Zeiten – denn wir sind aus Verantwortung der Lebensbegleiter in eine nachhaltige Zukunft“.
Für das abgelaufene Geschäftsjahr wird ein Bilanzgewinn leicht über Vorjahresniveau von 2,8 Mio. Euro ausgewiesen. Vorbehaltlich der Zustimmung der Vertreterversammlung wird eine Dividende in Höhe von 5,0 % an die über 33.300 Mitglieder ausgeschüttet.
Zum 31.12.2025 reduzierte sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um 2,3 % auf 2.102 Mio. Euro.
Das betreute Kundenvolumen (bestehend aus bilanziellem und außerbilanziellem Kundenkreditvolumen und Kundenanlagevolumen) erhöhte sich um 0,4 Prozent auf 4,43 Mrd. Euro.
Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen verlief das originäre
Kundenkreditgeschäft zufriedenstellend.
Der Wohnungsbau ist nach wie vor von einer großen Nachfrage an bezahlbarem Wohnraum
geprägt. Hohe Baukosten und bürokratische Hürden dämpfen jedoch das Angebot. Dennoch
konnte die Neuvergabe von Wohnbaukrediten um 30 Mio. Euro (+ 28,6 %) auf 130 Mio. Euro
gesteigert werden.
Bei Firmen- und Gewerbekunden hat die Investitionsfinanzierung etwas an Dynamik
gewonnen. Mit einem Volumen von 80 Mio. Euro Neukreditvergabe verzeichnen wir eine
erfreulich deutliche Steigerung von 25 % gegenüber dem Vorjahr.
Das gesamte Kundenkreditvolumen inkl. der über den Genossenschaftlichen FinanzVerbund
vergebenen Kredite beläuft sich auf 1.685 Mio. Euro.
Für Kundeneinlagen konnten wir im vergangenen Jahr wieder attraktive eigene
Anlageprodukte anbieten. Nach wie vor werden Anlageentscheidungen im kurz- bis
mittelfristigen Anlagehorizont bevorzugt.
Der Trend der Umschichtung von Sparguthaben in ertragreiche Fondsanlagen bei dem
Verbundpartner Union Investment hielt auch 2025 an. Die Bestände und Anlagen im
Genossenschaftlichen FinanzVerbund erhöhten sich um 7,6 % auf 1.065 Mio. Euro.
Das gesamte Kundenanlagevolumen inkl. der Anlagen bei Verbundpartnern beträgt nun 2.719
Mio. Euro (+ 1,4 %).
Der Zinsüberschuss konnte 2025 deutlich um 7,3 % auf 38,4 Mio. Euro gesteigert werden.
Aufgrund der guten Zusammenarbeit mit den Partnern im Genossenschaftlichen FinanzVerbund legte der Provisionsüberschuss um 3,7 % zu.
Das bilanzielle Eigenkapital erhöhte sich auf 253 Mio. Euro.
Das positive und zufriedenstellende Gesamtergebnis bildet die solide Grundlage dafür, dass unsere Volksbank Breisgau-Markgräflerland auch weiterhin ihren genossenschaftlichen Auftrag, nämlich die Förderung ihrer Mitglieder, ihrer Kunden und der Region, erfüllen kann – getreu unserer Maxime: Aus Verantwortung der Lebensbegleiter in eine nachhaltige Zukunft.
Gewinnverwendung
Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 3.663.136,88 – unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 19.978,37 sowie nach den im Jahresabschluss mit EUR 900.000,00 ausgewiesenen Einstellungen in die Rücklagen (Bilanzgewinn von EUR 2.783.115,25) – wie folgt zu verwenden:
| Ausschüttung einer Dividende von 5,0% | 644.565,62€ |
| Zuweisung zu den anderen Ergebnisrücklagen | 2.100.000,00€ |
| Vortrag auf neue Rechnung | 38.549,63€ |
| 2.783.115,25€ |
Voraussetzung hierfür ist die Zustimmung der Vertreterversammlung.
Der Vorstand
Norbert Lange
Vorstandsvorsitzender
Jörg Dehler
stv. Vorstandsvorsitzender
